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Tag-Archiv für » SSD «

Micro-SATA vs. SATA

Montag, 30. März 2009 14:32

Mittlerweile gibt es immer mehr Festplatten mit der neuen Micro-SATA Schnittstelle, das ist nichts anderes als herkömmliches SATA nur in der Bauform kleiner, um z.B. auch auf SSDs mit nur 5mm Bauhöhe zu passen. Ausserdem wird nur noch 5Volt Betriebsspannung geliefert. Der Datenteil ist wie bei SATA auch 7-polig ausgehführt, hier passen auch herkömmliche Datenkabenl oder Buchsen. Der Stromanschluss ist dagegen anders gestaltet, hierfür gibt es bereits fertige Adapter:

Platten, Adapter und Anschluss

Platten, Adapter und Anschluss

Oben ist eine bereits zerlegte Version zu sehen, diese wird für die Direktmontage an einer SATA-Platinenbuchse benötigt, möchte man nur Kabel anschluissen kann man den vergossenen Adapter nehmen.

Hier ist der zerlegte Adapter mit SSD im Aspire One eingebaut zu sehen:

Auch nach der Montage bleibt noch genügend Platz für zirkulierende Luft oder weitere Einbauten:

Thema: Allgemein | Kommentare (3) | Autor: mjs

Samsung MMCQE28GFMUP im Praxistest

Donnerstag, 26. März 2009 23:07

Diese sehr kompakte micro-SATA SSD mit 128GB Kapazität ist mittlerweile erschwinglich und bietet sich für den Einsatz in Netbooks geradezu an.
Hier habe ich ja gezeigt wie man sie per SATA-Adapter in einen Acer Aspire One A150 einbaut, weiterhin wird sie in einem Büro-PC (Acer Veriton M464) als Systemplatte verwendet.

Der Einfachheit halber habe ich einfach die alte Festplatte (120GB) per Image auf die SSD kopiert, dazu kann man sie einfach mit einem SATA-USB Adapter and den Kleinen anschliessen und mit Norton Ghost, Acronis Disk-Director oder ähnlichen Programmen ‘klonen’.
So hat man auch eine direkt vergleichbare Installation, möchte man das Betriebssystem nbeu aufspielen muss man bei Acer aber aufpassen und unbedingt auch die Recovery Partition auf die neue Platte übertragen! Diese sollte am Anfang der Festplatte positioniert sein, dort bei SSDs meist eh am langsamsten, und als nicht-aktive Primärpartition gekennzeichnet sein. Dort sind dann auch alle Treiber mitinstalliert man startet dann bei Bedarf ein ganz normales Disk-to-Disk Recovery. Als 2. Partition dann das System und bei Bedarf noch weitere für Daten oder andere Betriebsysteme. Ab der dritten Partition müssen diese jedaoch als logische Partitionen und nicht Primärpartition angelegt werden.

Der Einbau ging problemlos, auch sofort vom BIOS erkannt, ich habe das ‘alte’ XP mitkopiert, eine ziemlich überladene, ca 6 Monate alte Installation, ideal zum vergleichen. Ausserdem im 2. Schritt dann nochmals das Recovery aufgespielt und die wichtigsten Treiber und Programme von Hand nachinstalliert.
Dazu ein paar Grundsätzliche Anmerkungen zum Daten kopieren/installieren: Das Schreiben von grossen Datenmengen ist naturgemäss langsamer als das lesen, da ich von einer SSD eigentlich etwas ‘rasantes’ erwarte enttäuscht das erstmal ein bischen, aber solche Aktionen wie eine Installation ja eher selten. Ausserdem sieht man dann beim genauer Messen dass es eigentlich garnicht langsamer ist, mindestens gleichschnell, subjektiv eben.

Hier die Samsung in einem reinen Zugriffstest im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten wie sich auch im Notebookbereich verwendet werden (5400 Umdrehungen), die Partition C liegt im vorderen Bereich, D im hinteren Bereich der SSD:

So richtig nett allerdings der Schreibzugriff, hier wird zwar mit eher kleineren Dateien gemessen aber grade bei einem Betriebssystem werden sehr oft kleine Datenmengen geschrieben, gelesen sowieso:

Das schöne an der Sache ist aber eigentlich dass der Atom-Chipsatz überhaupt so flotte Platten abkann, im BIOS oder sonstwo ist nirgends etwas von einer Umstellung des SATA-Modus zu finden, aber ja auch garnicht nötig! Zumindest bis 100M nicht.

Die Verteilung der Lesegeschwindigkeit ist hier zu sehen, im Anfangsbereich ist diese speziellen SSD erheblich langsamer, aber auch immer noch schneller als eine herkömmliche 5400er-Festplatte:



origam/mjs

Thema: AspireOne, Getestetes, Nützliches, Windows | Kommentare (0) | Autor: mjs

Aspire One mit SSD

Dienstag, 10. März 2009 10:08

Ausführliche Bildserie vom Einbau einer Samsung SSD in den Acer Aspire One.

mjs

Thema: Allgemein | Kommentare (1) | Autor: mjs

Aspire One meets Samsung SSD

Dienstag, 10. März 2009 10:00

Den armen kleinen One hab ich ja schon oft genug als Versuchsobjekt missbraucht , nun soll er mal vorerst seine Ruhe bekommen, vorher aber noch die feine Samsung 128GB-SSD reingepfriemelt.
Und das ist leider garnicht so einfach, der Teufel mal wieder im Detail:

Die SSD ist zwar kleiner und flacher als eine 2,5″ Festplatte hat aber einen Micro-SATA Anschluss, man kann sie also nicht direkt an den SATA-Port des Mainboard anstecken.
Dazu gibts natürlich auch Adapter steckt man den an die kleine Samsung dann passt sie immer noch in den für die 2,5″ vorgesehenen Platz.
Aber: der blöde Adapter den ich habe, und habe lange gesucht, scheint momentan der einzige zu sein, nun der ist zu dick. Er passt also nicht mechanisch auf eine SATA-Buchse die fest auf die Platine aufgelötet ist. Der Stecker passt, aber die Höhe stimmt nicht!

Samsung SSD Externen

Samsung SSD Extern


Hier ist sie zur Varanschaulichung in einem exterenen USB-Gehäuse montiert, man sieht dass der Adapter unten höher ist als die Buchse von der Platine entfernt, im bild geht das nur weil die Platine direkt an der Busche aufhört.
Das ist beim Aspire One 150 aber anders.
SATA-Anschluss

SATA-Anschluss


Also mal den Adapter unter die Lupe nehmen, es ist momentan wirklich der einzige in der Art erhältliche.
Einmal Stecker und einmal Buchse, in Kunststoff vergossen, so sieht er von aussen aus. Also mal reingucken! Scharfes Messer und vorsichtig am grösseren SATA-Anschluss anfangen das Gummi aufzuschneiden. Hat man den ‘Deckel’ sehr vorsichtig entfernt sieht man eine kleine Platine die beide Stecker verbindet, das sieht schon mal sehr gut aus!
Platten, Adapter und Anschluss

Platten, Adapter und Anschluss

Das untere Stück Plastikgehäuse ist nicht im Weg, also der Stabilität halber dranlassen, ist schon eine wackelige Angelegenheit aber die SSD soll ja später auch noch fixiert werden.
Jetzt noch eine kleine Tücke, die Platine ist noch an 3 Stellen herkömmlich gelötet, dh.es stehen verlötete Drähte ca 1mm heraus, die wären im weg und nebenbei eine nette Kurzschlussgefahr.

Adapter mit Überständen

Adapter mit Überständen


Also (Nagel)Feile herbeigezaubert und vorsichtig abfeilen, die Platine ist nicht sehr empfindlich, die paar Kratzer nicht wild, man muss nur aufpassen dass man beim Feilen die Stecker nicht abbricht.
Überstände abfeilen

Überstände abfeilen


Hier nun der Adapter (umgedreht) neben der Einbaustelle.
Adapter und Anschluss

Adapter und Anschluss


Daran kann nun die Platte angesteckt werden und wäre so betriebsfähig.
SSD im Aspire One

SSD im Aspire One


Da es aber um einen Netbook geht wäre das ziemlich fahrlässig, also versuchen wir das gute Stück noch zu fixieren.
SSD im Einbaurahmen

SSD im Einbaurahmen


Mechanisch passt der vorhandene 2,5″ Einbaurahmen, ich habe die SSD mit klettband fixiert, doppelseitiges Klebeband sicher auch möglich. Bevor der Deckel aufgesetzt wird die oberseite noch mit einem gut isolierenden Material ausstopfen, bei mir ebenfalls Klettband, 2 Lagen.
Einbaurahmen mit SSD eingebaut

Einbaurahmen mit SSD eingebaut


Dann wieder den gelochten Deckel aufsetzen, die ganze Bastelei ist nun ca 3mm länger, bei mir passt das aber genau ins Gehäuse. Im Notfall den Rahmen weglassen und die SSD direkt im Gehäuse fixieren. Ich habe die zwei Schraublöcher am Deckel etwas versetzt, erkennt man hier ganz gut:
Rahmen muss angepasst werden

Rahmen muss angepasst werden

Alternativer Einbau ohne Einbaurahmen

Ein Bekannter hat einen anderen Vorschlag zum Umbau gemacht den ich auch gleich umgesetzt habe, so ist der Einbau einfacher, die mechainische Verbindung stabiler und auch mehr Platz im Gehäuse für zusätzliche Umbauten wie z.B. intergrierte Bluetooth-Schnittstelle.

Dazu muss einfach nur eine kleine Kerbe in eine der Befestigung für die Gehäuseschrauben gefeilt werden, am einfachsten mit einer kleinen Schlüsselfeile:

Kerbe ca. 5mm unterhalb

Kerbe ca. 5mm unterhalb


Jetz kann die SSD einfach aufgesteckt, in der geeilten Kerbe angesetzt und zusammen mit der Hauptplatine ins Gehäuse eingesetzt werden. Wenn die kerbe ca 2mm tief und sich 5mm unterhalb befindet passen beide Platinen genau. Auf diese Art und Weise ist ein guter Luftstrom gewährleistet und es wird zusätzlicher Platz für Umbauten frei.
SSD in Kerbe eingesetzt

SSD in Kerbe eingesetzt


Die kleine IO-Platine hat festgeschgraubt genügend Abstand zur SSD sodass keien Isolierung nötig ist. Die SSD-Platine lässt sich zwar mit der Hand leicht bewegen, ist aber so gut verkeilt dass keine weitere Schraubverbindung nötig ist.

Hauptpatine mit SSD

Hauptpatine mit SSD

Jetzt können wir das Gerätchen wieder zusammenschrauben, und die beiden Konkurrenten mal vergleichen. Bin selber mal gespannt!

Transcend TS64GSSD25S-M im A150

Diese Platte ist sehr einfach einzubauen, einfach anstecken, ist von den Abmessungen her völlig baugleich nur etwas weniger Gewicht. Auch preisgünstiger als die Samsung, allerdings langsamer! ca 2/3 Geschwindigkeit im Vergleich, aber immer noch sehr flott! Preisbewusste Bastler mal drüber nachdenken, 64GB reichen eigentlich für so ein Gerät, Kostenpunkt um die 50€.

Samsung und Transcend

Samsung und Transcend





Man sollte natürlich noch den kleinen Original Einbaurahmen montieren, um die SSD festschrauben zu können. Hier zur besseren Ansicht ohne.


Galerie

Hier alle Bilder von den Umbau am Acer Aspire One A150 / ZG5.

mjs

Thema: AspireOne, Geknipstes, Getestetes | Kommentare (4) | Autor: mjs

Open Top

Sonntag, 1. März 2009 19:59

Cabrio im Sommer, oben ohne, schon was nettes, aber hier gehts um den neuen EeeTop in der ausführung ET1602.

Intel Atom N270, 1,6 GHz. RAM 1 GB, nur ein DDR2/333. Intel-Chipsatz 945GME, Intel GMA 950 Grafik, Display 1366 x 768 (16:9) Touchscreen.

Als Festplatte ist eine Seagate Momentus 5400.5 eingebaut. Bischen langsam in der Übertragungsrate: 30-70 Mbytes/s.

Dann wollen wir das Ding mal topless machen, ich mag da 2GB RAM drinne und auch schnellere Festplatte, im Auge habe ich da die nette Samsung 128GB, fürchterlich flotte und bezahlbare SSD.
Mal gucken ob sie passt, mechanisch.

Dazu gleich zu Anfang was wichtiges, wenn man die Festplatte wechseln möchte:
Man sollte unbedingt erstmal eine 1:1 Kopie der alten Platte machen (image), es reicht die erste “versteckte” Partition, die lässt sich nämlich nicht wiederherstellen. Ausser bei Asus.
Wenn man schon dabei ist kopiert man natürlich auch noch das vorinstallierte XP (Laufwerk C:, Partition 2), und bei bedarf auch die Datenpartition 3 (D:). Die muss man dann natürlich in der Grösse anpassen, es sei denn die neue Platte ist exakt gleich gross.

So, zuerstmal 4 Schrauben hinten am Rahmen lösen, dazu die kleinen weissen Gummistöpsel vorsichtig mit einem Schraubenzieher rauspfriemeln. Dann die 4 Schrauben lösen, sortiert aufbewahren, da nachher noch unterschiedliche Grössen kommen.

4 Schrauben an den Ecken

4 Schrauben an den Ecken

Jetzt den Standfuss abschrauben, dazu die 4 Schrauben oben lösen, die Kleinen können drinbleiben.

4 Schrauben am Standfuss

4 Schrauben am Standfuss

Nu wirds bischen knifflig, Allzweckwaffe Kreditkarte, da weich, biegsam und ähnliches Material wie das Gehäuse, ergo keine Kratzgefahr und es bricht bei zu viel Kraft nicht zu leicht was ab, eher die CC.
Aussen um das Gehäuse die Karte durch den schmalen Spalt ziehen und das äussere Plastikteil vorsichtig nach aussen hebeln. Dann rastet der Deckel aus, langsam und mit Geduld!

Plastikarte zum Gehäuse öffnen

Plastikarte zum Gehäuse öffnen

Mit dem Bildschirm nach unten auf eine weiche Unterlage und vorsichtig die Rückseite abnehmen.
Ich hatte es noch nicht gesagt aber spätestens jetzt die Kiste vom Strom nehmen!

ET1602 Mainboard nackich

ET1602 Mainboard nackich

Nun liegt das gute Stück nackich vor uns, sehr aufgeräumte Platine, sauber verkabelt und eine nette Heatpipe für den Prozessor mit aktivem Kühler, deshalb das Dingelchen auch so leise.
Entgegen den anderen Eees hat Asus nur einen Riegel RAM verbaut, 1GB aber unterhalb ist noch ein Steckplatz frei, mehr als 2GB kann allerdings der Chipsatz nicht, reicht aber!
Da eh schon 2 neue besorgt bau ich zwei gleiche ein und voila: 2GB.

2. RAM-Riegel einrasten

2. RAM-Riegel einrasten

Das war recht einfach, wie immer bei Asus, nun mal ein Blick auf die Festplatte: SATA2, 5400 Umdrehungen, lesen 70-33Mbyte/s, Schreiben um die 25. Das wirklich nicht so dolle, merkt man auch im Betrieb, besonders mit nur 1GB RAM. Aber dafür haben wir ihn ja seziert.

Festplatte abziehen

Festplatte abziehen

Also raus mit dem Ding und die nette SSD rein, mit Adapter passt sie prima, und für einen Test kann man sie sogar einfach nur einstecken. Dauerbetrieb eher Geldverschwendung, weil so flott muss das Ding hierfür nicht sein. Aber Neugier halt.

SSD eingebaut

SSD eingebaut

Zusammen geht das einfach in umgekehrter Reihenfolge wieder, war ja nicht sonderlich kompliziert. Allerdings eben mit den Schrauben aufpassen, mehrere verschiedene Grössen!

Zu, ein und tut, prima!

Nun mal schaun wie es sich im Alltag arbeitet damit, kommt wohl sicher wieder eine herkömmliche HD rein aber ein bischen schneller dann, eine WD Scorpio Blue z.B.

Fotos vom Umbau

Sind ziemlich viele, deshalb hierhin angeschoben.

Links:

ET1602 in Computerwoche
Testbericht Seagate Momentus 5400.5 auf Tecchannel

mjs

Thema: Geknipstes, Getestetes, Nützliches, eee | Kommentare (0) | Autor: mjs

Samsung 5mm MLC-SSD

Donnerstag, 5. Februar 2009 15:11

Ein feines Stück Technik, MMCQE28GFMUP genannt, eine wirklich winzige Solid-State Festplatte von Samsung mit micro-SATA Anschluss.


Habe ein 128GB-Exemplar bekommen, Importware, der einzige Lieferant in Deutschland wollte stolze 600€, das dann die Sache wirklich nicht Wert, zumal es sich ja um den langsameren MLC-Speicher handelt. Aber für einen flotten Netbook durchaus ausreichend und 128GB ebenso, mehr als ausreichend.
Ebay hatte da allerdings mal wieder ein Schnäppchen parat und der Test wohl gut 200€ wert, jedenfalls vorhin Postmann, aber nur einmal geklingelt.
Kleines Update: Das Dingelchen ist im moment (Feb.09) noch erhältlich, für eben diese leckeren ca. 200€, bei Interesse kurze Nachricht (mistress a t itgrl d o t de).

Gut, nehmen wir halt den armen AspireOne, Kummer gewohnt und gucken mal wieder nach seinen Innereien, wenn mein Internist das nur auch so gründlich handhaben würde.
Werkelt ja grade eine 64GB-SSD von Transcend vor sich hin, die allerdings im herkömmlichen 2 1/2″ Format, also sollte der Winzling auch mit Adapter locker reinpassen.
Adapter das Stichwort, bei einer so kleinen Disk wie dieser Samsung ist naturgemäss nicht genug Platz für einen herkömmlichen SATA-Anschluss also hat man micro-SATA gezaubert, das gleiche, nur eben kleiner.
Mit so einem Adapter (s.u.) kann man den Winzling an jedem SATA-Controller betreiben, was ich auch gleich für einen kleinen Geschwindigkeitstest und vor allem “klonen” der gerade eingebauten HD genutzt habe. Man muss ja nicht alles 5mal machen.

Das Datenblatt sieht jedenfalls nett aus: versprochen wird recht rasanter Lesezugriff, als Vergleich eine Bootzeit von 63s (HD) und 36s (SSD) sowie dreimal schnellerer zufälliger Zugriff. Habe ich zwar andere Erfahrungen aber mal abwarten, wäre ja nett! In nüchternen Zahlen: 90MB/s lesen und 70MB/s Schreibgeschwindigkeit.
Strombedarf wird mit 0.43W angegeben (Standby 0.2W), das wäre natürlich fantastisch im Vergleich zu 2W für eine mechanische Festplatte in dieser Grösse. Warum Samsung nur 10% Stromersparnis angibt enzieht sich nun meinem Verständnis, aber werden wir ja später eh im Praxistest sehen.

Gewicht 75 Gramm im Vergleich zu ca. 100 Gramm bei einer herkömmlichen Notebookfestplatte.


Nun hat sie erstmal ihren Weg gefunden, in einen Acer Veriton M464, nette Bürokiste mit Core2Duo und 4GB RAM und 64-bit Betriebssystem natürlich. Dafür habe ich mir erstmal Windows 7 ausgeguckt, das kann gleich mittesten.
Installation direkt auf die SSD ging erstaunlich flott, 12 Minuten bis zum Begrüssungsbildschirm, vorher hatte ich die Partition einfach von einer anderen, ebenfalls frischen Installation “geklont” konnte er mit konstant ca. 70MB/s schreiben. Flott!

Das arbeiten mit solch eine System, direkt auf SSD fühlt sich ungewohnt an, nicht langsamer, aber manchmal spürt man eine Art Ruckeln, gewöhnungsbedürftig aber mich störts nicht. Die Gesamtperformance ist gefühlt sehr gut, auf keinen Fall langsamer als mit herkömmlicher mechanischer Festplatte.
Die reine Bootzeit ca 30 Sekunden, geht flotter aber ich fahre eh fast nie komplett runter, STR oder Tiefschlaf auf der Platte dann gehts wirklich Ruckzuck aber auch mit herkömmlicher Festplatte.

Und man darf nicht vergessen: wir reden hier von 0,4W Stromverbrauch im Betrieb! Das ist sehr wenig im Vergleich und für Netbooks natürlich ideal. Auch von den Ausmassen und Robustheit her gesehen dürft der Winzling eigentlich überall reinpassen wo Sata-verfügbar. In diesem Desktop-PC ja nur eingebaut um bequem testen zu können und vor allem kein System als Bremse.

Diese reinen Benchmarks sagen imho recht wenig aus, was ich in Zahlen ausdrücken kann:
Die 90/70 MB/s werden erreicht, und das ist immerhin um einiges schneller als eine SATA-Platte die unter Windows mit Standardtreibern erreicht wird (ca. 30MB/s). Das ist mir richtig aufgefallen als ich Windows frisch installiert hatte und eben noch diese Standard MS-Treiber, da war dann plötzlich die alte Festplatte die Bremse!

Ich werde das noch eine Weile unter Dauerlast so weiterlaufen lassen, im Moment eine ganze YaCy-Installation mit ca. 50GB Umfang. Später dann Netbook wo sie sich auch häuslich niederlassen darf, 128GB genau richtige Grösse.

origam/luke/mjs

Thema: AspireOne, Geknipstes, Getestetes, Nützliches, eee | Kommentare (4) | Autor: mjs

Der Kleine wird flügge

Sonntag, 25. Januar 2009 8:30

Nachdem ich ja nu einiges über das Innenleben dieser schnuckeligen Netbooks, und Flash-Speicher allgemein gelernt habe, hatte ich nun sogar Zeit das umgebaute Gerät mal ausgiebig zu benutzen. Und muss sagen: natürlich immer noch keine eierlegende Wollmilchsau, aber sehr nahe dran.

Der Test fing erstmal sehr “ausgiebig” an, hatte ja eine komplett neue Festplatte (SSD) eingebaut, also musste da erstmal ein Betriebssystem drauf. Zuerst XP, da weiss ich hab ich alle Treiber und funktioniert auch.
Aaaaaber, die Firma Acer, wie auch viele andere, liefert keine Recovery-DVDs mehr aus sondern verstecken die in einem ‘unsichtbaren’ Bereich der Festplatte. Schon praktisch, aber was mache ich wenn die kaputt? Oder wie bei mir nur getauscht?
Dumm gucken…
Hatte natürlich auch ein Image der Recovery-Partition, bin nur haarblond, und konnte das auf der neuen Platte auch an die selbe Stelle zurückspielen, ging aber trotzdem nicht, Acer “eRecovery” weigerte sich…

Also mal wieder mit Linux gebootet, Rec-Partition auf Boot gesetzt und siehe da: läuft, spielt mir brav den Auslieferungszustand auf die Platte. Musste dann zwar nochmal per gpartded an den Partitionen rumfummeln, aber es funktioniert nun und als ‘normale’ Anwenderin hat man ja nicht zu meckern sondern muss sowas können. ^^

Ich will eine Recovery CD, hallo Acer, und nicht für 40 Euro “Versand”, gehts noch? Ich habe bei euch nicht nur einen PC sondern auch ein Betriebssystem gekauft!

Ok, hab mich ja schon wieder beruhigt, also was mir bei den zig Installationsversuchen aufgefallen ist: Aufkopieren von Daten auf die SSD geht naturgemäss sehr langsam, und das merkt man dann halt, aber mal abwarten, XP und Windows 7 haben für die Installation jedenfalls fast doppelt solange gebraucht als auf einer normalen SATA2-Platte.
Das erste Booten dann aber wirklich sehr flott, 25 Sekunden bei XP von Ende BIOS-Ausgabe bis Autostart fertig geladen. Natürlich eine “frische” Installation mit nur den nötigsten Treibern. Wurde aber auch später nur geringfügig länger.

Im Betrieb fällt ab und zu ein “Ruckeln” auf, nicht ständig aber sporadisch scheint das System eine halbe Sekunde eingefroren zu sein, woran das genau liegt weiss ich nicht.
Ich habe aber den subjektiven Eindruck es arbeitet sich flüssiger, Benchmarks zeigen natürlich die Stärken der SSD (Zugriff) aber mich interessiert eher wie es sich im Allrag “anfühlt”.

Angenehm zügiges Arbeiten, schnell zum Stromsparen in Tiefschlaf versetzbar, schnelles Aufwachen, das finde ich persönlich sehr nett!
In dem Kistchen bewegt sich nun lediglich noch ein kleiner Lüfter, und auch den kann ich einigermassen ruhigstellen, in der Form eignet sich das System sogar zur Montage im Auto (Vibrationen).
Ausserdem stelle ich mir vor SSDs sind temperatur-unempfindlicher, bin ich mir aber nicht ganz sicher, logisch wäre es. Auf jeden Fall ein sehr solides, kleines Netbook.

Zum Haupteinsatzgebiet, Mobilität, gehört natürlich auch Konnektivität, und ein guter Akku, denke in dem Punkt ist der kleine Aspire One nun unschlagbar:
Wlan, UMTS, Bluetooth, LAN, Modem - wer damit irgendwo kein Internet findet campt wohl grade mit Yeti und Reinhold am Annaphurna.

Akku: habe ich einen 6-Zeller (mitgelieferter Akku 3 Zellen/2,5 Stunden), hält unter realistischen Bedingungen 4-5 Stunden.
Messen tu ich diese Zeit immer mit US-Weihnachtsbeleuchtung, also nur das Betriebssystem spart Strom, ansonsten alles angeschaltet.

Empfindlichkeit: Die Platte macht ja nun keinen Ärger mehr, dem Gehäuse möcht ich nicht mehr als 20cm Steinboden zumuten, aber überleben würde er es ramponiert ganz sicher.
Zum ständig Rumtragen im Survivalbeutel aber prima, 1 Kilo ist noch erträglich und passt auch neben den übliche Handtaschenkram.
Weil, skypen in der Sbahn oder auf der Parkbank über eins der zig ungesicherten Wlans, irgendwie witzig :-D

Ich lasse das Dingelchen auf jeden fall mal so und arbeite richtig damit, werde ganz sicher noch drüber schreiben, die 100€ für zusätzliche 512MB, und die 64GB-Solidstate haben sich aber imho auf jeden Fall gelohnt.
Ausserdem eine Menge übers Innenleben gelernt, auch ganz nützlich für den täglichen Gebrauch; ich weiss nun wo es ihm am ehesten “wehtut”.

mjs

Thema: AspireOne, Nützliches, Windows, eee | Kommentare (0) | Autor: mjs

A150 auf dem OP-Tisch, die 2te

Freitag, 23. Januar 2009 14:37

Wie versprochen nun eine ausführliche Bildserie zum Acer Aspire One A150, die wichtigsten Punke habe ich beschrieben, tnkgrls Beschreibung ist zwar super, hat mir sehr geholfen, aber nicht jeder kann (so gut) englisch.
Ausserdem hatte sie eine kleine 1,8″ Platte in ihrem Gerät, in Europa werden aber meines Wissens, wie bei mir, 2.5″ Platten verbaut..

Aber auch auf 2,5″ muss man sich nicht beschränken, es gibt zur Zeit eine feine SSD von Samsung mit 128GB Speicherplatz und vor allem trotz günstigem MLC-Speicher sehr flott! Diese SSD kommt in nur 5mm (1,8″) daher und passt wohl in jeden Rechner in dem normalerweise eine 2,5″ Festplatte verbaut ist. Anschlussprobleme (elektrisch) lassen sich recht einfach lösen!

Samsung-SSD für den Acer Aspire One

Samsung-SSD für den Acer Aspire One



Also, Werkzeug: Kreditkarte (oder Payback :-D ), Schraubendreher flach plus kreuz, beides klein, Brille.

  • Schrauben lösen (3 unter dem Akku, 3 vorne unter dem Touchpad und 2 unter den schwarzen Gummifüsschen hinten (mit Klebeband befestigt)

  • Tastatur an 3 Stellen mit einer Plastikkarte vorsichtig raushebeln, damit kann man weniger kaputt machen als mit dem Schraubendreher.
  • Tastaturkabel abziehen, die schwarze Verriegelung nach oben klappen, ebenfalls mit der Karte, sehr empfindliche Stelle, ja nicht mit Metall zur Sache gehn!
  • 6 Schrauben lösen, auf dem Bild gekennzeichnet. Vorsicht: die Schraube ganz rechts hat einen kleineren Kopf, nicht kaputt machen mit einem zu grossen Schraubendreher und getrennt aufheben, hat auch andere Farbe!
  • Danach ziehen wir vorsichtig das Plastikgehäuse auseinander, auch wiederum mit unserem Allzwecktool Payback, wirklich sehr nützlich! An der Ecke rechts oben ansetzen und vorsichtig aussenrum durchziehen bis die Plastikveriegelungen gelöst. Mit einem Metallwerkzeug wäre das Ding nun reif für den Sondermüll, Vorsicht!
  • Plastikkarte zum Gehäuse öffnen

    Plastikkarte zum Gehäuse öffnen

  • Bevor wir das Gehäuse dann ganz wegnehmen muss noch die Verbindung zum Touchpad gelöst werden, ähnlich wie bei der Tastatur die Verriegelung hochklappen und das Flachbandkabel lösen.
  • Nun haben wir eine Seite des Mainboard vor uns, rechts ist noch eine kleine Platine befestigt die die Anschlüsse für 2 USB-Ports, Audio und SD-Reader enthält, interessant zu wissen:
    Wenn bei den beiden USB-Anschlüssen rechts mal was “durchbrennt” dann ist das weniger schlimm als bei der einzelnen USB-Buchse links, die sitzt direkt auf der Hauptplatine.
  • Schrauben Mainboard (A110!)

    Schrauben Mainboard (A110!)

  • Nächster Schritt ist das Herausnehmen der Hauptplatine, dazu gibts 2 Schräubchen, und dann die Platine ganz vorsichtig rausheben, Achtung: ist noch mit Kabeln an anderen Komponenten festgebunden.
  • Danach die kleine “Tochterplatine rechts, ebenfalls 3 Schrauben.
  • Nun kommen wir an den RAM-Slot und die Festplatte, beides auf der Unterseite. Dämlicherweise, kompliziertere Aufrüstung hab ich noch bei keinem ähnlichen Gerät gesehen, nagut…

    A150 Mainboard von unten

    A150 Mainboard von unten

  • Festplatte vorsichtig vom Mainboard abziehen, ist ein normaler, aufgelöteter SATA-Anschluss, Blechgehäuse öffnen und die baugleiche SSD einbauen und wieder anstecken.
  • RAM bei Bedarf tauschen, ist ein 512MB-Riegel, kann durch 1GB ersetzt werden, dann 1,5 GB Gesamtspeicher.
  • Platte und Mainboard einsetzen, noch nicht festschrauben, dann die Anschlussplatine rechts einsetzen, zuerst vorne am Schalter einhängen, mit den 3 Schrauben wieder festziehen.
  • Das WLAN-Modul wieder anstecken, mit einer Schraube befestigen.
  • Alles auf korrekten Sitz prüfen, die Schrauben vorne in der Mitte des Mainboards wieder einsetzen.
  • Alle Schrauben erst jetzt komplett fest anziehen, dazu das Mainboard leicht bewegen, damit optimaler Sitz!
  • Deckel zu, umdrehen und das G3-Modul wieder einsetzen, wie einen RAM-Riegel leicht schräg ansetzen und eindrücken, festschrauben.
  • Wieder umdrehen und die Plastik-Oberschale aufsetzen, von hinten an den Scharieren ansetzen, draufklappen und an den Ränder sorgfältig zudrücken, muss hörbar klacken.
  • Nicht vergessen das Touchpad wieder anzuschliessen! (grummel) Dann die Tastatur schräg ansetzen, Kabel mit der schwarzen Verriegelung anklemmen, ausetzen und einrasten.
  • Jetzt mal gucken welche Teile übrig sind ^^ hier zum Glück keine, den Akku wieder rein und zittrig anschalten.

    Tut, prima! Natürlich muss jetzt erst formatiert und das BS aufgespielt werden, aber dazu gibts ja die Recovery-CD oder man hat sich vorher ein Image gezogen.

    Gewähr oder sowas gebe ich natürlich keine dass euer A1 genauso aufgebaut ist oder ihr die Bastelei hinbekommt, aber ich bin weder Elektronikern noch besonders geduldig, habs mit knipsen und schreiben an einem Nachmittag hinbekommen.

    Viel Spass mit dem “Neuen”!
    mjs

    Hier noch ein Artikel wie man die 5mm Samsung-SSD mit micro-SATA Anschluss (Bild ganz oben) perfekt in den A1 einbauen kann.

    Thema: AspireOne, Nützliches | Kommentare (4) | Autor: mjs