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Open Top

Sonntag, 1. März 2009 19:59

Cabrio im Sommer, oben ohne, schon was nettes, aber hier gehts um den neuen EeeTop in der ausführung ET1602.

Intel Atom N270, 1,6 GHz. RAM 1 GB, nur ein DDR2/333. Intel-Chipsatz 945GME, Intel GMA 950 Grafik, Display 1366 x 768 (16:9) Touchscreen.

Als Festplatte ist eine Seagate Momentus 5400.5 eingebaut. Bischen langsam in der Übertragungsrate: 30-70 Mbytes/s.

Dann wollen wir das Ding mal topless machen, ich mag da 2GB RAM drinne und auch schnellere Festplatte, im Auge habe ich da die nette Samsung 128GB, fürchterlich flotte und bezahlbare SSD.
Mal gucken ob sie passt, mechanisch.

Dazu gleich zu Anfang was wichtiges, wenn man die Festplatte wechseln möchte:
Man sollte unbedingt erstmal eine 1:1 Kopie der alten Platte machen (image), es reicht die erste “versteckte” Partition, die lässt sich nämlich nicht wiederherstellen. Ausser bei Asus.
Wenn man schon dabei ist kopiert man natürlich auch noch das vorinstallierte XP (Laufwerk C:, Partition 2), und bei bedarf auch die Datenpartition 3 (D:). Die muss man dann natürlich in der Grösse anpassen, es sei denn die neue Platte ist exakt gleich gross.

So, zuerstmal 4 Schrauben hinten am Rahmen lösen, dazu die kleinen weissen Gummistöpsel vorsichtig mit einem Schraubenzieher rauspfriemeln. Dann die 4 Schrauben lösen, sortiert aufbewahren, da nachher noch unterschiedliche Grössen kommen.

4 Schrauben an den Ecken

4 Schrauben an den Ecken

Jetzt den Standfuss abschrauben, dazu die 4 Schrauben oben lösen, die Kleinen können drinbleiben.

4 Schrauben am Standfuss

4 Schrauben am Standfuss

Nu wirds bischen knifflig, Allzweckwaffe Kreditkarte, da weich, biegsam und ähnliches Material wie das Gehäuse, ergo keine Kratzgefahr und es bricht bei zu viel Kraft nicht zu leicht was ab, eher die CC.
Aussen um das Gehäuse die Karte durch den schmalen Spalt ziehen und das äussere Plastikteil vorsichtig nach aussen hebeln. Dann rastet der Deckel aus, langsam und mit Geduld!

Plastikarte zum Gehäuse öffnen

Plastikarte zum Gehäuse öffnen

Mit dem Bildschirm nach unten auf eine weiche Unterlage und vorsichtig die Rückseite abnehmen.
Ich hatte es noch nicht gesagt aber spätestens jetzt die Kiste vom Strom nehmen!

ET1602 Mainboard nackich

ET1602 Mainboard nackich

Nun liegt das gute Stück nackich vor uns, sehr aufgeräumte Platine, sauber verkabelt und eine nette Heatpipe für den Prozessor mit aktivem Kühler, deshalb das Dingelchen auch so leise.
Entgegen den anderen Eees hat Asus nur einen Riegel RAM verbaut, 1GB aber unterhalb ist noch ein Steckplatz frei, mehr als 2GB kann allerdings der Chipsatz nicht, reicht aber!
Da eh schon 2 neue besorgt bau ich zwei gleiche ein und voila: 2GB.

2. RAM-Riegel einrasten

2. RAM-Riegel einrasten

Das war recht einfach, wie immer bei Asus, nun mal ein Blick auf die Festplatte: SATA2, 5400 Umdrehungen, lesen 70-33Mbyte/s, Schreiben um die 25. Das wirklich nicht so dolle, merkt man auch im Betrieb, besonders mit nur 1GB RAM. Aber dafür haben wir ihn ja seziert.

Festplatte abziehen

Festplatte abziehen

Also raus mit dem Ding und die nette SSD rein, mit Adapter passt sie prima, und für einen Test kann man sie sogar einfach nur einstecken. Dauerbetrieb eher Geldverschwendung, weil so flott muss das Ding hierfür nicht sein. Aber Neugier halt.

SSD eingebaut

SSD eingebaut

Zusammen geht das einfach in umgekehrter Reihenfolge wieder, war ja nicht sonderlich kompliziert. Allerdings eben mit den Schrauben aufpassen, mehrere verschiedene Grössen!

Zu, ein und tut, prima!

Nun mal schaun wie es sich im Alltag arbeitet damit, kommt wohl sicher wieder eine herkömmliche HD rein aber ein bischen schneller dann, eine WD Scorpio Blue z.B.

Fotos vom Umbau

Sind ziemlich viele, deshalb hierhin angeschoben.

Links:

ET1602 in Computerwoche
Testbericht Seagate Momentus 5400.5 auf Tecchannel

mjs

Thema: Geknipstes, Getestetes, Nützliches, eee | Kommentare (0) | Autor: mjs

Der Kleine wird flügge

Sonntag, 25. Januar 2009 8:30

Nachdem ich ja nu einiges über das Innenleben dieser schnuckeligen Netbooks, und Flash-Speicher allgemein gelernt habe, hatte ich nun sogar Zeit das umgebaute Gerät mal ausgiebig zu benutzen. Und muss sagen: natürlich immer noch keine eierlegende Wollmilchsau, aber sehr nahe dran.

Der Test fing erstmal sehr “ausgiebig” an, hatte ja eine komplett neue Festplatte (SSD) eingebaut, also musste da erstmal ein Betriebssystem drauf. Zuerst XP, da weiss ich hab ich alle Treiber und funktioniert auch.
Aaaaaber, die Firma Acer, wie auch viele andere, liefert keine Recovery-DVDs mehr aus sondern verstecken die in einem ‘unsichtbaren’ Bereich der Festplatte. Schon praktisch, aber was mache ich wenn die kaputt? Oder wie bei mir nur getauscht?
Dumm gucken…
Hatte natürlich auch ein Image der Recovery-Partition, bin nur haarblond, und konnte das auf der neuen Platte auch an die selbe Stelle zurückspielen, ging aber trotzdem nicht, Acer “eRecovery” weigerte sich…

Also mal wieder mit Linux gebootet, Rec-Partition auf Boot gesetzt und siehe da: läuft, spielt mir brav den Auslieferungszustand auf die Platte. Musste dann zwar nochmal per gpartded an den Partitionen rumfummeln, aber es funktioniert nun und als ‘normale’ Anwenderin hat man ja nicht zu meckern sondern muss sowas können. ^^

Ich will eine Recovery CD, hallo Acer, und nicht für 40 Euro “Versand”, gehts noch? Ich habe bei euch nicht nur einen PC sondern auch ein Betriebssystem gekauft!

Ok, hab mich ja schon wieder beruhigt, also was mir bei den zig Installationsversuchen aufgefallen ist: Aufkopieren von Daten auf die SSD geht naturgemäss sehr langsam, und das merkt man dann halt, aber mal abwarten, XP und Windows 7 haben für die Installation jedenfalls fast doppelt solange gebraucht als auf einer normalen SATA2-Platte.
Das erste Booten dann aber wirklich sehr flott, 25 Sekunden bei XP von Ende BIOS-Ausgabe bis Autostart fertig geladen. Natürlich eine “frische” Installation mit nur den nötigsten Treibern. Wurde aber auch später nur geringfügig länger.

Im Betrieb fällt ab und zu ein “Ruckeln” auf, nicht ständig aber sporadisch scheint das System eine halbe Sekunde eingefroren zu sein, woran das genau liegt weiss ich nicht.
Ich habe aber den subjektiven Eindruck es arbeitet sich flüssiger, Benchmarks zeigen natürlich die Stärken der SSD (Zugriff) aber mich interessiert eher wie es sich im Allrag “anfühlt”.

Angenehm zügiges Arbeiten, schnell zum Stromsparen in Tiefschlaf versetzbar, schnelles Aufwachen, das finde ich persönlich sehr nett!
In dem Kistchen bewegt sich nun lediglich noch ein kleiner Lüfter, und auch den kann ich einigermassen ruhigstellen, in der Form eignet sich das System sogar zur Montage im Auto (Vibrationen).
Ausserdem stelle ich mir vor SSDs sind temperatur-unempfindlicher, bin ich mir aber nicht ganz sicher, logisch wäre es. Auf jeden Fall ein sehr solides, kleines Netbook.

Zum Haupteinsatzgebiet, Mobilität, gehört natürlich auch Konnektivität, und ein guter Akku, denke in dem Punkt ist der kleine Aspire One nun unschlagbar:
Wlan, UMTS, Bluetooth, LAN, Modem - wer damit irgendwo kein Internet findet campt wohl grade mit Yeti und Reinhold am Annaphurna.

Akku: habe ich einen 6-Zeller (mitgelieferter Akku 3 Zellen/2,5 Stunden), hält unter realistischen Bedingungen 4-5 Stunden.
Messen tu ich diese Zeit immer mit US-Weihnachtsbeleuchtung, also nur das Betriebssystem spart Strom, ansonsten alles angeschaltet.

Empfindlichkeit: Die Platte macht ja nun keinen Ärger mehr, dem Gehäuse möcht ich nicht mehr als 20cm Steinboden zumuten, aber überleben würde er es ramponiert ganz sicher.
Zum ständig Rumtragen im Survivalbeutel aber prima, 1 Kilo ist noch erträglich und passt auch neben den übliche Handtaschenkram.
Weil, skypen in der Sbahn oder auf der Parkbank über eins der zig ungesicherten Wlans, irgendwie witzig :-D

Ich lasse das Dingelchen auf jeden fall mal so und arbeite richtig damit, werde ganz sicher noch drüber schreiben, die 100€ für zusätzliche 512MB, und die 64GB-Solidstate haben sich aber imho auf jeden Fall gelohnt.
Ausserdem eine Menge übers Innenleben gelernt, auch ganz nützlich für den täglichen Gebrauch; ich weiss nun wo es ihm am ehesten “wehtut”.

mjs

Thema: AspireOne, Nützliches, Windows, eee | Kommentare (0) | Autor: mjs

A150 auf dem OP-Tisch, die 2te

Freitag, 23. Januar 2009 14:37

Wie versprochen nun eine ausführliche Bildserie zum Acer Aspire One A150, die wichtigsten Punke habe ich beschrieben, tnkgrls Beschreibung ist zwar super, hat mir sehr geholfen, aber nicht jeder kann (so gut) englisch.
Ausserdem hatte sie eine kleine 1,8″ Platte in ihrem Gerät, in Europa werden aber meines Wissens, wie bei mir, 2.5″ Platten verbaut..

Aber auch auf 2,5″ muss man sich nicht beschränken, es gibt zur Zeit eine feine SSD von Samsung mit 128GB Speicherplatz und vor allem trotz günstigem MLC-Speicher sehr flott! Diese SSD kommt in nur 5mm (1,8″) daher und passt wohl in jeden Rechner in dem normalerweise eine 2,5″ Festplatte verbaut ist. Anschlussprobleme (elektrisch) lassen sich recht einfach lösen!

Samsung-SSD für den Acer Aspire One

Samsung-SSD für den Acer Aspire One



Also, Werkzeug: Kreditkarte (oder Payback :-D ), Schraubendreher flach plus kreuz, beides klein, Brille.

  • Schrauben lösen (3 unter dem Akku, 3 vorne unter dem Touchpad und 2 unter den schwarzen Gummifüsschen hinten (mit Klebeband befestigt)

  • Tastatur an 3 Stellen mit einer Plastikkarte vorsichtig raushebeln, damit kann man weniger kaputt machen als mit dem Schraubendreher.
  • Tastaturkabel abziehen, die schwarze Verriegelung nach oben klappen, ebenfalls mit der Karte, sehr empfindliche Stelle, ja nicht mit Metall zur Sache gehn!
  • 6 Schrauben lösen, auf dem Bild gekennzeichnet. Vorsicht: die Schraube ganz rechts hat einen kleineren Kopf, nicht kaputt machen mit einem zu grossen Schraubendreher und getrennt aufheben, hat auch andere Farbe!
  • Danach ziehen wir vorsichtig das Plastikgehäuse auseinander, auch wiederum mit unserem Allzwecktool Payback, wirklich sehr nützlich! An der Ecke rechts oben ansetzen und vorsichtig aussenrum durchziehen bis die Plastikveriegelungen gelöst. Mit einem Metallwerkzeug wäre das Ding nun reif für den Sondermüll, Vorsicht!
  • Plastikkarte zum Gehäuse öffnen

    Plastikkarte zum Gehäuse öffnen

  • Bevor wir das Gehäuse dann ganz wegnehmen muss noch die Verbindung zum Touchpad gelöst werden, ähnlich wie bei der Tastatur die Verriegelung hochklappen und das Flachbandkabel lösen.
  • Nun haben wir eine Seite des Mainboard vor uns, rechts ist noch eine kleine Platine befestigt die die Anschlüsse für 2 USB-Ports, Audio und SD-Reader enthält, interessant zu wissen:
    Wenn bei den beiden USB-Anschlüssen rechts mal was “durchbrennt” dann ist das weniger schlimm als bei der einzelnen USB-Buchse links, die sitzt direkt auf der Hauptplatine.
  • Schrauben Mainboard (A110!)

    Schrauben Mainboard (A110!)

  • Nächster Schritt ist das Herausnehmen der Hauptplatine, dazu gibts 2 Schräubchen, und dann die Platine ganz vorsichtig rausheben, Achtung: ist noch mit Kabeln an anderen Komponenten festgebunden.
  • Danach die kleine “Tochterplatine rechts, ebenfalls 3 Schrauben.
  • Nun kommen wir an den RAM-Slot und die Festplatte, beides auf der Unterseite. Dämlicherweise, kompliziertere Aufrüstung hab ich noch bei keinem ähnlichen Gerät gesehen, nagut…

    A150 Mainboard von unten

    A150 Mainboard von unten

  • Festplatte vorsichtig vom Mainboard abziehen, ist ein normaler, aufgelöteter SATA-Anschluss, Blechgehäuse öffnen und die baugleiche SSD einbauen und wieder anstecken.
  • RAM bei Bedarf tauschen, ist ein 512MB-Riegel, kann durch 1GB ersetzt werden, dann 1,5 GB Gesamtspeicher.
  • Platte und Mainboard einsetzen, noch nicht festschrauben, dann die Anschlussplatine rechts einsetzen, zuerst vorne am Schalter einhängen, mit den 3 Schrauben wieder festziehen.
  • Das WLAN-Modul wieder anstecken, mit einer Schraube befestigen.
  • Alles auf korrekten Sitz prüfen, die Schrauben vorne in der Mitte des Mainboards wieder einsetzen.
  • Alle Schrauben erst jetzt komplett fest anziehen, dazu das Mainboard leicht bewegen, damit optimaler Sitz!
  • Deckel zu, umdrehen und das G3-Modul wieder einsetzen, wie einen RAM-Riegel leicht schräg ansetzen und eindrücken, festschrauben.
  • Wieder umdrehen und die Plastik-Oberschale aufsetzen, von hinten an den Scharieren ansetzen, draufklappen und an den Ränder sorgfältig zudrücken, muss hörbar klacken.
  • Nicht vergessen das Touchpad wieder anzuschliessen! (grummel) Dann die Tastatur schräg ansetzen, Kabel mit der schwarzen Verriegelung anklemmen, ausetzen und einrasten.
  • Jetzt mal gucken welche Teile übrig sind ^^ hier zum Glück keine, den Akku wieder rein und zittrig anschalten.

    Tut, prima! Natürlich muss jetzt erst formatiert und das BS aufgespielt werden, aber dazu gibts ja die Recovery-CD oder man hat sich vorher ein Image gezogen.

    Gewähr oder sowas gebe ich natürlich keine dass euer A1 genauso aufgebaut ist oder ihr die Bastelei hinbekommt, aber ich bin weder Elektronikern noch besonders geduldig, habs mit knipsen und schreiben an einem Nachmittag hinbekommen.

    Viel Spass mit dem “Neuen”!
    mjs

    Hier noch ein Artikel wie man die 5mm Samsung-SSD mit micro-SATA Anschluss (Bild ganz oben) perfekt in den A1 einbauen kann.

    Thema: AspireOne, Nützliches | Kommentare (4) | Autor: mjs