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Christmann TEO-X-ion ruhelos

Freitag, 3. Juli 2009 18:00

Jetzt kommt dieses arme Mainboard gerade aus Fernost, hat kaum die Zeitverschiebung einigermassen verkraftet und wird schon wieder in ein schmuckes kleines Blechgehäuse verbannt wo es nun zusammen mit einem Atom 330, 4GB Arbeitsspeicher und einer 7200er Festplatte von WD (160GB) den Rest seines Dasein vor sich hinarbeiten muss. Traurig, aber nicht für mich!

Christmann TEO-X ion mit Atom 4GB und Core2Quad 8GB

Christmann TEO-X ion mit Atom 4GB und Core2Duo 8GB


  • Intel Atom dual 330, 1.6Ghz, FSB533
  • 4GB RAM @ 800MHz
  • Nvidia ion PureVideo
  • HDMI, DVI, VGA, 3xSATAII, PS2, 6xUSB, GBit-Ethernet, Atheros ndraft WLAN
  • Slimline-DVD, 3,5″ HDD 160GB
    Das wäre die blaue Kiste, die kleine Schwarze arbeitet mit einem Core2Quad und 8GB RAM, damit ersetzt sie glatt die grosse Maschine in der Bildmitte, ich muss mir wohl einen neuen Tisch für die Sofaecke basteln. Es gibt schlimmeres: die 150Watt Leistung die die grosse Kiste momentan verbraucht, im Vergleich der kleine TEO maximal 80 unter Vollast.

    Das nenne ich extrafeine Ausstattung, wenn das nun auch noch alles unter 64-Bit Betriebssystemen funktioniert wäre das eine traumhafte Maschine mit viel Power und wenig Energie- und Platzbedarf. Schaun wir mal:

    Christmann liefert die Geräte mit Ubuntu aus was natürlich erheblich Kosten spart weil die Windows-Lizenz entfällt. Ich habe die Version 9 neu aufgespielt um auch die Installation zu testen.
    Gewohnt etwas langsamer als Windows, nach 45 Minuten der erste Anmeldebildschirm, vorher die Installation reibungslos paralell zu Win7, eine weitere NTFS Partion dient später zum gemeinsamem Zugriff auf YaCy. Ausführlicher Test auch mit YaCy und dem AP-Betrieb folgt.

    Christmann TEO-X ion freut sich auf YaCy

    Christmann THE-X ion freut sich auf YaCy


    Windows 7 RC1 64bit

    Während der halbstündigen Installation wirde das Gehäuse nicht mehr als handwarm, Umgebungstemperatur im Juli 28 Grad. Mein Acer 22″ LCD-Bildschirm wird erheblich wärmer.
    Auf der Unterseite und seitlich ganz vorne wird das Kistchen jedoch spürbar warm aber nicht heiss, vielleicht sollte Christman darüber nachdenken die Gummifüsschen ein paar Millimeter höher zu machen.
    Es werden alle Geräte bei der Installation erkannt, auch das Atheros ndraft-WLAN steht schon bei der Installation zur Verfügung. Ein Download-Test ergibt 3Mbyte/s, für WLAN ein absolut akzeptabler Wert, der Rechner war beim Test der einzige Client am Belkin Gigabit Router/AP.

    Windows 7 Kompatibilität

    Nachdem im Gerätemanger ein “Coprozessor” als nicht erkannt angezeigt wird habe ich testweise die Vista-Treiber für das ZOTAC-Mainboard von der beiligenden CD installiert, er müht sich etwas ab um die Vista-Kompatibilität vorzugaukeln aber intalliert dann doch brav alle Treiber. Da ich unmittelbar vorher über Windows-Update einen Nvidia-ion Treiber bekommen hatte habe ich diesen von CD nicht installiert. Nach einem Neustart ist das nichterkannte Gerät aus dem Gerätemanager verschwunden, der Windows-Listungsindex bleibt bei 3,2. Das erscheint wenig aber es handelt sich eben um einen Atom-Prozessor, die anderen Komponenten werden weit höher bewertet.

    Laufwerke und IO

    Die WD-Festplatte ist ein echtes Schmuckstück, Leseraten von 80 und Schreibraten von 70MB/s sind erstklassig, das dürfte bei YaCy und seinen grossen Indexdateien sehr vorteilhaft sein. Aber auch HD-Videos freuen wenn sie flott auf die Platte wandern.
    Das subjektive Gefühl bei der Arbeit mit dem System als Desktop ist angenehm flott, ein Test speziell für die Nvidea Grafik bei Desktopanwendungen, Spielen sowie (HDMI)Video folgen.

    YaCy als Multitalent für den Homeserver

    Nun der Härtetest: Ein YaCy-Peer mit einem lokalen Index von 60 Millionen(!) URLS soll von einem Core2Duo Server, ebenfalls Win7, auf diesen neuen Atom-PC übertragen werden. Auf dem jetzigen PC läuft YaCy gerade so als Serverdienst lastet den PC aber voll aus, ein Arbeiten am Desktop ist recht zäh. Mal sehen wie sich der ion da schlägt.


    Der Ion ist natürlich nicht fürs Rechenzentrum gedacht, das Bild daher eher ein Gag, aber sein grosser Bruder der TEO-pro ist mit Quad-Prozessor und 8GB RAM dafür bestens geeignet. Zumindest wenn man die Maschinen in Regalen und nicht in Serverschränken parkiert.

    Als ich die kleine Kisten das erste mal gesehen habe ist mir sofort mein Router-Einschub in den Sinn gekommen, in den TEOs ist allerdings kein herkömmlicher einbaurahmen für Optisches und magnetisches Laufwerk eingebaut, mit kleinen Modifikationen sollte das dort aber auch gehen. Am optimalsten im vorgesehenen PCI-ESteckplatz. Dort ist die elektrische Schnittstelle berteits durch das Atheros-Wlan belegt, mechanisch würde der Router aber passen mit nach hinten herausgeführten Anschlüssen.

    Ruhelos wird er nun auch bleiben, der geplante Einsatzzweck ist ein universeller Medienserver, Internetproxy und Suchmaschine sowie Medien-Termnal. Ausserdem wird er LAN nach WLAN routen oder auch umgekehrt und so im Heimnetz angeschlossene Geräte mit Internet versorgen.
    Mit einem Stromverbrauch von ca. 40 Watt im Dauerbetrieb unter Last kann er das auch ohne dass sich der Benutzer Gedanken über die Kosten oder Ökologie machen muss.

    Das einzige was mir an Hardware noch fehlt wäre ein SD-Kartenleser, der dürfte sich aber schwer in das schicke Gehäusedesign integrieren lassen und ist wirklich nur ein I-Pünktchen. Es gibt jede Menge Lesegeräte für die USB-Schnittstelle und davon hat der TEO-x mehr als genug.
    Das optische Laufwerk ist mit der Blende etwas nachlässig eingebaut, lässt sich aber mit etwas Geduld besser einbauen und zum basteln ist der TEO bestens geeingnet: 8 Schräubchen aussen am Blechgehäuse und nach öffnen des Deckels ist alles schön zugänglich aufgebaut.

    luke/mjs

  • Thema: Getestetes, Nützliches, Ubuntu, Windows, YaCy | Kommentare (0) | Autor: mjs