Stoppschilder: Schünemann und Wikileaks
Donnerstag, 24. September 2009 17:03
Heute bin ich über zwei interessante Artikel gestolpert.
Diese Nachricht ist schon vom Ende letzten Jahres, aber sie ist erst jetzt zu mir durchgesickert: “Nach Meinung von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sollen Internet-Provider künftig ihre Kunden vertraglich dazu verpflichten, eine Filter-Software zu installieren, die den Zugang zu kinderpornografischen Inhalten blockiert.” Oh mein Gott, wie weit entfernt von der Realität kann man überhaupt sein? Ich wage es kaum zu sagen, aber dagegen sind sogar von der Leyens Stoppschilder noch harmlos.
Dann bin ich beim Suchen von Informationen darüber, ob Tauss für den Bundestag kandidiert (tut er nicht), im Piratenwiki auf diesen Link gestoßen: Wikileaks: Einblicke in die Kinderpornoszene. Die Ansichten des Autors darüber, was legal sein sollte, kann ich größtenteils nicht teilen, aber sein Bericht, wie die KiPo-Szene finanziell und vor allem technisch funktioniert, ist aufschlussreich. Negativ überrascht war ich, dass Kinderpornografie heute vorwiegend in Deutschland gehostet wird - wegen stabiler, schneller und günstiger Server - und dass man dagegen tatsächlich nichts machen kann, weder löschen noch sperren, weil man sie nicht findet. Der abschließenden Forderung, dafür zu sorgen, dass Familien weltweit nicht aus finanziellen Nöten gezwungen sind, Nacktfotos ihrer Kinder zu produzieren und zu verkaufen, kann man sich nur anschließen.
Monika
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