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Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es fur notwendig, sie davor zu schutzen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnotige Angstzustande bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsuchtigen Politikern schutzt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so konnen Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

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Beiträge vom Juni, 2009

YaCy 0.9 auf dem Linuxtag 2009

Montag, 29. Juni 2009 12:42

YaCy - Linuxtag 2009, Berlin

YaCy - Linuxtag 2009, Berlin


Mit Version 0.9 geht es nun wirklich flott in Richtung eines ersten Release mit der verdienten Eins am Anfang. Natürlich war YaCy auch dieses Jahr wieder auf Europas grösstem Open-Source Event, dem Linuxtag in Berlin zu bewundern und gleichzeitig eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten.

Angefangen mit einem sehr ansehnlichen und vor allem erschwinglichen Touchscreen-Terminal, dem eeeTop ET1602 von Asus über Installationen auf anderen ressourcenschonenden Rechnern wie der TEO-Serie von Christmann durfte die Suchmaschine zeigen was sie konnte. Diese schmucken kleinen Kistchen eigen sich sehr gut als kompakter Home-Server/Desktop, wie auch im Verbund als stromsparender, beliebig skalierbarer Cluster.

Beim Touchscreen-Terminal fällt natürlich zuerst auf wieviel intuitiver sogar die Bedienung so komplexer Oberflächen wie der von YaCy ist, man hat sofort den Reflex eine Aktion per Berührung dort auszufüren wo auch die Aufforderung dazu zu sehen ist. Bei wirklich intuitiven Oberflächen per Symbolen und Frage- und Antwortspiel ist eine Arbeit ohne direkte Bedienung sogar ineffizient.

Weiterhin legt YaCy auch Wert darauf auch auf stromsparenden Systemen performant zu laufen, momentan bietet sich dazu der Atom-Prozessor von Intel an, andere Lösungen beispielsweise mit ARM-Prozessoren bieten leider immer noch zu wenig RAM.

Damit wären wir gleich beim Speicherbedarf des Systems, der ist unverändert hoch, eine derart flotte, verteilte Suche lässt sich aber nur durch viel Arbeitsspeicher realisieren, Festplatten sind dazu immer noch zu langsam. Man sollte also darauf achten dass ein System auf dem YaCy laufen soll mindestens 2GB idealerwiese 4GB Arbeitsspeicher zur Verfügung stellt. Damit kann man dann bist zu 50 Millionen URLs auf einem PC indexieren und hat gleichzeitig noch Speicher für Desktop-Anwendungen zur Verfügung. Ein YaCy System sollte nicht zu oft Arbeitsspeicher auf Festplatte auslagern müssen, also auch nur das zuweisen was auch physikalisch im Rechner eingebaut ist, ansonsten wird das Gesamtsystem sehr langsam. Bei Windows rechnet man 700MB-1GB für das Betriebssystem, bei Linux 256-512MB. Den Rest weist man dann YaCy bzw. Java zu, nachdem man natürlich den Bedarf anderer Anwendungen auch noch berücksichtigt hat.

Ein echtes Sahnestück ist die nun weiter ausgebaute Portalsuche, damit wird es möglich Internetforen oder Blogs eine sehr performante, externe Suche zur Verfügung zu stellen, die als besonderer Clou durch einen Mausklick mit anderen solchen Suchen vernetzt werden kann.
Ein Forenbetreiber kann also seinen Gästen eine Suche über sein Forum anbieten in der aber gleichzeitig auch Inhalte anderer Foren oder des gesamten Internets gefunden werden können. Über verschiedene Parameter natürlich rankingfähig, die eigenen Ergebnisse sieht man immer gerne zuerst, um nur ein Beispiel zu nennen.

Wie schon vor zwei Monaten bemerkt wird diese einzigartige Software nun auch für Normalanwender nutzbar, wenn noch ein klein wenig am Ressourcenbedarf gearbeitet wird ist das jetzt hochperformante System sicher bald in manchem Privathaushalt zu finden. Die dadurch zu erwartende Vielfalt einzelner Interessengebiete macht diese Form der Suche dann erst richtig interessant.

luke/mjs/yacy.net

Download Version 0.9 auf yacy.net

Interview mit Michael Christen:
Michael Christen, yacy.net

Michael Christen, yacy.net

Thema: Allgemein, Nützliches, Ubuntu, Windows, YaCy | Kommentare (0) | Autor: mjs

ET1602 (eeeTop) und Linux

Donnerstag, 18. Juni 2009 22:44

Sollte kein Problem sein, die anderen eee-Familienmitglieder laufen prima mit allen möglichen Debian-Varianten. Der ET1602 hat aber einen anderen Intel-Grafikchip und eine sehr schräge Auflösung, also muss man die LiveCD oder Installation am Anfang per F4 erstmal auf VESA-Moduns (safe) umstellen. Um die angepasste xorg.conf kann man sich später kümmern, um dann mehr als 800×600 Desktop nutzen zu können.
Tut man das nicht dann startet er zwar brav aber zeigt nur einen schwarzen Bildschirm an. Modern Taiwan Art, man kann auch noch das blaue Backlight blinken lassen. Hübsch aber sinnlos, also sollte man es tun, den VESA-Mode aktivieren.

Der Touchscreen ist kein Problem, damit funktioniert unter Ubuntu Intrepid* der Standardtreiber evtouch
#apt-get install xserver-xorg-input-evtouch
und noch per symlink mit der Nase draufstubsen. Dazu in:
/etc/udev/rules.d/69-touchscreen.rules
die folgende Zeile einfügen oder die Datei erstellen:
KERNEL=="event*", SUBSYSTEM=="input", ATTRS{idVendor}=="1bfd", ATTRS{idProduct}=="1688", SYMLINK+="input/evtouch"

Nun kann man nach einem Neustart auch mit den Fingern arbeiten. Mechanischer Stift natürlich ebenso, aber Kids lieben das Tatscheding und die Oberfläche kann einiges ab. Nur kratzen sollte man nicht und keine Salzsäure zum putzen.

Quellen:
forum.ubuntuusers.de
techmetica.com
forum.eeeuser.com
eeebuntu.org
wiki.linuxmce.org/index.php/Asus_EeeTop
wiki.ubuntuusers.de/XServer

Wie immer: alles da, man muss es nur finden…
Ein ganz dickes Dankeschön geht noch an Julius von ubuntu-Deutschland, wenn er sich auf dem Linuxtag nicht einen ganzen Nachmittag Zeit genommen hätte würden wir immer noch dumm gucken. Wir hatten es zuerst mit der neuen 9er ubuntu-version versucht, dafür muss aber erst der evtouch sowie der intel-Treiber neu übersetzt werden.

mjs

Thema: Nützliches, Ubuntu, eee | Kommentare (3) | Autor: mjs

Ubuntu Netbook Remix (eeeubuntu) Version 3

Donnerstag, 18. Juni 2009 22:29


Das ging ziemlich flott, kaum ist Ubuntu9 am Start kommt schon das Update der kleinen feinen Version für eee & Co. In der Hauptsache etwas für den Atom aber auch seltsame Displaygrössen und Wlan optimiert abher dazu noch der nun endlich nennswerte Network Manager von Ubuntu9 (Gnome). So eignet sich die Distribution perfekt für unterwegs mit den Kleinen.

Zuerst besorgt man sich die Live-CD für die Basic-Version, alle Erweiterungen kann man dann über Netz nachinstallieren. Am besten schliesst man ihn schon bei der Installation per Kabel ans LAN an, mache WLAN-Chips werden bei der Installation auch erkannt. Das erkennt man selbst daran dass er sich nach einer SSID und key erkundigt. Tut er das nicht sollte man ein Kabel anschliessen.

Damit habe ich sowohl eee-Box, als auch den eeeTop mitsamt Touchscreen in Betrieb genommen, der Top etwas komplizierter wegen dem seltsamen Intel Grafikchip, aber auch der kann besiegt werden. Mehr dazu hier.

mjs

Thema: Nützliches, Ubuntu, eee | Kommentare (0) | Autor: mjs

Arbeit umziehen

Sonntag, 14. Juni 2009 21:59


Ein kleiner Erfahrungsbericht wie man sowohl seinen Lebens- als auch Arbeits-Schwerpunkt räumlich verändert. Im Prinzip egal wie weit entfernt, der Faktor Arbeit lässt sich prima über das Medium Internet einsetzen, ich muss nicht hinmarschieren sondern kann zuhause Arbeiten. In den 80er vergangenen Jahrhunderts war das glaube ich eine echte Innovation, ich empfinde es als ganz normal. Ob ich nun meinem Chef die Buchhaltung mache oder für einen Freund einen Server installiere, beides lässt sich dadurch bewerkstelligen dass ich mir dort Zugang verschaffe und das eben mache. Ob ich dortsitze und Tasten drücke oder das ganz woanders mache war auch 1980 schon egal. Nur die Medien anders, heute melde ich mich im Internet an, sage meinem Gerät die Adresse des Gegners und verbinde mich.

Um kurz von meinem nicht mehr Traum Umzug zum immer noch Traum echter verteilter Arbeit abzuschweifen: Wenn man nun den benötigten Teil Arbeitsplatz auch noch mitnehmen kann dann arbeitet man wirklich zu Hause. Kann man das Ergebis der Arbeit (VWL: Gut) nun auch gleich wieder dorthin schicken wo es benötigt wird, dann hat man echte verteilte Arbeit. Zu bewundern zum Beispiel bei YaCy. Oder auch nicht zu bewundern, das liegt aber hauptsächlich daran dass kaum jemand versteht was diese einzigartige Software eigentlich macht.

“Nur” das oben Beschriebene eigentlich, ich kann damit Geräte und damit wiederum Orte so miteinander verbinden dass es egal ist wo ich arbeiten möchte oder wo jemand meine Arbeit benötigt.

Zurück zum Umzug, meinem: Ich verlege also den Standort meiner Arbeit von D nach K. Was brauche ich dazu? Ein “Terminal” mit dem ich mich mit dem Internet verbinden kann. Telefon. Briefkasten. Medien aller Art. Schaue ich mir diese Sachen an kann ich das ganze auf Internet und Terminal reduzieren. Heutzutage. Was ich praktisch jetzt mal durchspiele:

Standort D habe ich Postanschrift, Telefon, Internet, Sat-TV.
Standort K brauche ich Postanschrift, Telefon, Internet, TV.

Da ich in D alles auf Internet reduzieren kann kann ich es in K auch, das Medium wechselt nur bei mir: Aus DSL-Internet wird Kabel-Internet und TV. Dadurch entsteht eine Abhängigkeit von einem Medium die wir uns mal notieren, ohne TV-Kabel das Internet tot und damit alles. Also auf alle Fälle noch Handy, optimal mit UMTS fürs Internet. Das ersetzt die jetzige Kombination DSL/Telefon(ISDN).

Jetzt behaupte ich so einen Umzug schaffe ich in einem Tag, mit entsprechenden Vorbereitungen und ohne Fahrzeiten natürlich. Internetanschluss in K bereitstellen, Telefon in D auf VoIP umstellen, das sind 2 Dinge die schief gehen und auch langwierig werden können. Kann ich ja aber bequem im Vorraus, ohne dass sich in D irgendwas ändert. Ich bezahle eine Weile doppelt, als einziger Nachteil. Das passiert bei den Internet Knebelverträgen heutzutage aber sowieso. Der Rest ist in D Kabel raus, Transport und Kabel in K wieder rein. Oder die “Variante Branson”: In K schon voher neue Geräte in Betrieb nehmen, umschalten. Eher weniger als ein Tag.

Und jetzt überlegen wir mal: wenn es so einfach ist die eigene Arbeit zu verlagern und dann mittels Systemen wie YaCy auch die Arbeitmittel bereitzustellen, dann muss man wirklich nur dafür sorgen dass solche Systeme mobil genug werden und kann seine Arbeit jederzeit verrichten und sofort bereitstellen. Dass dadurch die Arbeit natürlich auch optimaler eingesetzt werden kann und weniger davon benötigt wird ist klar. Aber ich sehe darin keinen Nachteil, wenn ich die überschüssige Arbet dann einfach und bequem verteile, share, verschenke, anbiete, verkaufe, …
Sinnlos den Überschuss über die Soziale Hängematte zu vernichten funktioniert natürlich nicht.
Hat man Lust sich zu langweilen wenn man bequem arbeiten kann?
Ich nicht, um platonisch zu antworten.

mjs

Zur berechtigten Frage was das Bild da oben soll, abgesehen davon dass es sauhübsch ist:
Das liefert mir YaCy wenn ich nach Dingen wie Arbeit, verteilen, Marx und ähnlichem suche. Ich mache mir keine Gedanken warum und Zufälle gibt es nicht, danke! ;-)

Thema: Allgemein, Gemeintes, Tägliches, YaCy | Kommentare (0) | Autor: mjs

Wlan-Router als Slimline-Einschub

Freitag, 12. Juni 2009 19:53

Gibts nicht? Doch, ab jetzt, und mit erstaunlich wenig finanziellem Aufwand, auch die Arbeit hält sich in Grenzen.
Wozu aber braucht man sowas? Nun, diese Slimline-Einschübe findet man sowohl in Standard-Servergehäusen als auch in vielen moderneren Home-PCs und wirklich nötig ist das eingebaute Laufwerk eigentlich nicht. Die paar Male die man es braucht kann man auch ein Externes über USB anschliessen oder dann einfach einen Slimeline-USB-Adapter anstecken und das ausgebaute Laufwerk weiternutzen.


Auf dem Bild ist ein herkömmlicher Linux-Wlanrouter (Sitecomm 54g, ab 20Euro) zu sehen bei dem einfach das Plastikgehäuse entfernt wurde. Auf dem Bild ist die natürlich nötige Isolierung zum Metallrahmen entfernt, sollte man tunlichst einbauen. Es passt dank genormter Platinengrösse genau in den Einschub, die Anschlüsse sind nach vorne herausgeführt. Das ist im Heimbetrieb etwas unschön, aber mit etwas mehr Bastelarbeit kann man auch eine PCI-Karte ohne elektrischen PCI-Anschluss basteln und die Buchsen damit hinten erreichbar machen.

Der Router hat somit keinerlei Verbindung zum PC ausser über eine der LAN-Schnittstellen, Internet schliesst man wie gewohnt über WAN an oder bezieht es über den ebenfalls schaltbaren WLAN-Client.
Wird der WAN-Anschluss genutzt kann das Internet drahtlos oder LAN geroutet werden.

Man hat dann am Ende der Bastelei eine WAN-, drei LAN- und eine WLAN-Schnittstellen im Server-PC verfügbar. Der vierte LAN-Port ist direkt mit dem LAN-Port des PCs verbunden. Fast ein kleines Rechenzentrum ;-)

mjs

Thema: DSL, DVR / SAT / Kabel, Nützliches | Kommentare (2) | Autor: mjs