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Beiträge vom 9. März 2009

Mediale Todesstrafe

Montag, 9. März 2009 5:50

Hartes Wort, aber passend, imho.
Ich meine die aktuelle Medienkampagne den Fall Jörg Tauss betreffend, den ehemaligen medienpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion in Baden-Würtemberg. Ein sehr fähiger, fachkompetenter Politiker.
Nicht nur Telepolis hinterfragt dabei die Rolle der Medien, und auch die der Staatsanwaltschaft Karlsruhe, die den Fall sofort und ohne vorherige Klärung an die Öffentlichkeit getragen hat. Ein Unding in einem Rechsstaat.

Vor allem wenn noch dazukommt dass gerade dieser Politiker sich bei seinen Kollegen schon immer nicht gerade beliebt gemacht hat, wegen seiner hohen fachlichen Kompetenz die leider vielen Politikern in ihrem Ressort fehlt.

Laut Staatsanwaltschaft Karlsruhe konnte man Herrn Tauss nicht diskret erreichen

Von dem Medieninteresse seien die Ankläger selbst überrollt worden: “Wir wollten ganz leise und rücksichtsvoll an Herrn Tauss herantreten”, sagte Rehring. Durch die verkündete Aufhebung der Immunität von Tauss und der Veröffentlichung von Akteninhalten im Internet sei dann aber ein “Tsunami” entstanden. “Wir waren im Grunde fassungslos”, sagt Rehring.

Aha, gut dann halt ein Aufruf über die Presse: “Herr Tauss, wir suchen sie! Bitte 0721/…”
Dilettantisch, wenn es keine Absicht war, Absicht weil Herr Tauss u.a. mit seiner Meinung über Black/Whitelists leider recht alleine steht. Ich bin beileibe kein Fan von Verschwörungstheorien, sehe nur eine Anzeige wegen Besitz von Kinderpornografie auf der einen, und sein Engagement für eine adäquate Unterbindung von Internetkriminalität auf der anderen Seite.
Adäquat im Sinne einer Abkehr vom herkömmlichen Mediendenken: Verbot, Sperre, Zensur.
Das funktioniert im Internet nicht, schon rein technisch bedingt.

Da gewisse Kreise das nicht sehen können oder wollen und andere damit (illegal) sehr viel Geld verdienen, liegt es ja auf der Hand dass ein Politiker der gegen die Interessen beider handelt nicht gerade beliebt ist.

Eine Vorgehensweise wie die der Staatsanwaltschaft Karlsruhe ist aber auf alle Fälle Rufmord, sogar wenn Herr Tauss in der Sache schuldig sein sollte, er ist es nämlich solange nicht bis ein Richter das Gegenteil sagt. Das ist in unserem Rechtsstaat immer noch so, zum Glück.

mjs

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: mjs